Seychellen: Arabische Pferde im Paradies

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Das Paradies hat einen Namen: Die Seychellen. 115 außergewöhnlich schöne Inseln im Indischen Ozean, rund 800km östlich von Kenia. Welt weit einzigartige Landschaften, Flora und Fauna. Kein Ferienparadies für Jedermann. Hier findet Tourismus ausschließlich auf gehobenem und von der Regierung bewusst begrenztem Niveau statt. Der Traum vom Aussteigen kommt in den Sinn. Internist George Panovsky, tschechischer Honorarkonsul auf den Seychellen und seine Frau Sabina träumten ihn auch. Ihre Tochter Barbora hat 2003 ein Gruppe arabischer Pferde, die ein österreichischer Künstler auf der Insel zurückgelassen hatte, vor dem Verhungern gerettet und betreibt jetzt mit ihnen den Utegangar Riding Stable. Die Tschechin hat damals, ganz auf sich alleine gestellt, jede freie Minute und sämtliche finanziellen Möglichkeiten in die Vierbeiner gesteckt. Barbora arbeitete unglaublich hart, organisiert eine nur für sie entwickelte Pferdekraftfutterproduktion in Victoria, rupfte täglich 30 Kilo Kokosgras im Dschungel, bildet sich in Hufpflege und Veterinärmedizin fort. Nachdem der einheimische Tierarzt selbst gegen Geld immer nicht bereit ist, die für ihn bedrohlich wirkenden Pferde zu behandeln, muss sie unter seiner Aufsicht sogar Monsoons Kastration eigenhändig durchführen. Inzwischen wird Barbora zum Glück von zwei befreundeten Tierärzten aus Deutschland und Norwegen mit den nötigsten Medikamenten versorgt. Seitdem teilen Wurmkuren, Spritzen, Infusionen und Antibiotika den heimischen Kühlschrank einträchtig mit Fleisch, Obst und Gemüse.
Die Pferde danken Barbora ihren Einsatz auf rührender Weise und sind völlig auf die junge Frau fixiert. Mensch und Tier scheinen sich hier gegenseitig gut zu tun und es ist schön, die kleine Gemeinschaft im allgegenwärtigen Paradies zu beobachten. Beständig warmes Klima, niemals kalte Füße, keine gefährlichen oder giftige Tiere, tropisches Obst und Gemüse im Überfluss, leckere kreolische Küche, Hiken zwischen Zimtbäumen im Gebirge oder Schnorcheln und Relaxen an einem der zahllosen Traumstrände. Nach den täglichen Kokosgrasrationen lieben die Araber ihren Freigang an der Anse Cimitére mit ausgiebigem Wälzen im puderweichen Sand. Ohne zu zögern stürzt sich Wallach Monsoon in die Wellen. Danach ein paar Maul voll Palmwedel und im Stall das Kraftfutterbetthupferl. Pferd, was willst du mehr!

Nach dem großen Erfolg des FOTOKURSEs 2009 ist für 2011 eine Wiederholung des Kurses geplant. Anfragen bitte mit dem Kontaktformular.

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Portfolio by Christiane Slawik on Mo, 09/06/2010 - 12:30