Bent Branderup: Akademische Reitkunst

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Der dänische Reitmeister Bent Branderup bildet Pferde auch heute noch äußerst kompetent nach historisch-klassischen Vorbildern aus der Barock- und Rennaissancezeit aus. Seine Akademische Reitkunst hat inzwischen viele Anhänger in ganz Europa. Ziel dieser Reitweise ist es, Pferde aller Rassen unter anderem mit allen möglichen Seitengängen, viel Biegung und Stellung möglichst schonend zu gymnastizieren und damit Exterieur Mängel, wie sie eigentlich jedes Pferd hat, auszugleichen. Bekannt wurde Bent Branderup durch seine Arbeit mit den alten, dänischen Barockpferderassen Knabstrupper und Frederiksborger, deren Bekanntheitsgrad durch ihn und seine Showauftritte beträchtlich gestiegen sind. Erste Erfolge feierte er mit dem bildschönen, aber blinde Knabstrupper Hengst Hugin von Hornsdal, der darüber hinaus auch noch gebrochene Sprunggelenke hatte und dennoch hervorragende Pirouetten, Courbetten und Trabverstärkungen zeigte. Branderups Pferde zeichnen sich unter ihm durch besondere Durchlässigkeit, extreme Hankenbiegung in Piaffe und Passage, sowie exzellente Losgelassenheit aus. Alle werden von Beginn ihrer Ausbildung an mit Kapzaum sowie einhändig auf blanker Kandare geritten und erlernen auch ungewöhnliche Lektionen wie Galopp auf der Stelle. Wie seine historischen Vorbilder fördert Branderup die Pferde bis zu den Schulen über der Erde. Neben Terre a Terre und Kapriolen arbeitet er auch an extrem schwierigen Courbetten, die er den Frederiksborger Thysson zentimeterweit von der Levade in die Levade springen läßt.

Portfolio by Christiane Slawik on So, 09/26/2010 - 21:27