Andalusier: König der Pferde, Pferd der Könige

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Spanische Pferde sind atemberaubend. Offiziell mit Papieren ausgestattet heißen sie "Pura Raza Espanola", kurz PRE, gemeinhin schlicht Andalusier, obwohl man damit in Spanien nur jede Art Pferd aus dieser südlichen Region der Iberischen Halbinsel bezeichnet.

Über die Herkunft dieser bereits sehr alten Pferderasse existieren verschiedene Theorien. Ziemlich sicher entstand das heutige Pferd reiner spanischen Rasse während der maurischen Kriege aus Kreuzungen von nordafrikanischen Araber Berber- und Berberpferden mit lokalen iberischen Stutenstämmen.
Sein quadratisches Format mit einer ausgeprägten Veranlagung zur Versammlung macht den PRE zu einem klassischen Vertreter der Barockpferde.
Zu dieser Zeit wurde die Rasse von europäischen Fürsten nahezu mit Gold aufgewogen und spielte eine wichtigen Rolle bei der Entstehung und Veredlung zahlreicher anderer Pferderassen wie Friesen, Lipizzaner, Holsteiner oder Oldenburger. Mit zunehmendem Einfluss des Vollblutes wurde die Zucht des Andalusiers jedoch verstärkt in Richtung von Kreuzungen zwischen Andalusiern und Arabern und/oder englischen Vollblütern forciert. Die Erhaltung des historischen iberischen Pferdetyps der "reinen spanischen Rasse" (pura raza espanola) ist ausschließlich der fortgesetzten Reinzucht durch Karthäusermönche von Sevilla, Jerez und Castello zu verdanken.

Aufgrund seines harmonischen Exterieurs mit hohen Aufrichtung, einer stark bemuskelten Hinterhand und einer sich daraus ergebenden, typischen hohen Knieaktion ist der Andalusier ein ausgezeichnetes Show- und Dressurpferd bis zu Lektionen der Hohen Schule.

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Portfolio by Christiane Slawik on Mi, 09/22/2010 - 21:45